|
|
|
Aromabar![]() Name: Aromabar Herkunft: Östereich Website: www.aromabar.org Songs wie aus dem Paradies "Diesmal wollten wir über die zeitgenössische Elektronikszene hinaus auch Leute erreichen, die nicht ständig in Clubs gehen", beschreibt Roland Hackl die neu definierte Philosophie von Aromabar, "die elitäre Attitüde enger Sparten hat für uns nämlich allenfalls einen kurzfristigen Reiz." So springt das Trio aus Wien, das aus Hackl, Karin Steger sowie Andreas Kinzl alias DJ Scott besteht, mit "Milk & Honey" aus der Nische des Club-Sounds heraus. "Schon nach unserem Debüt-Album merkten wir, dass mehr in uns steckt und wir unseren stilistischen Bogen noch weiter spannen können", erinnert sich Hackl, "immerhin ist die Platte damals in sehr verschiedene Schubladen kategorisiert worden."
Mit dem neuen Selbstverständnis intensivierten die Komponisten Hackl/Steger ihre stetige Suche nach den schönsten Melodien der Welt. Dabei peilen sie durchaus einen seit den Beatles bewährten Pop-Appeal an. Offenbarte ihr Debüt "1" vor zwei Jahren noch eine Übergangsphase vom reinen Instrumental-Projekt zur echten Band steht nun die gemeinsame Entwicklung klassischer Songs auf souveränem Fundament. "Mit den Jahren hat sich unsere Zusammenarbeit immer stärker verwoben und wir ergänzen uns schon beim Schreiben nahezu perfekt", freut sich Karin Steger, "diese Ausrichtung hin zu wahren Songs mit Strophen und Refrains wird für uns zukünftig wohl immer wichtiger sein." Schon das erste Stück macht deutlich: Die neue (Vor-)Liebe von Aromabar heißt Soul, gepaart mit infizierenden Offbeats und markanten Instrumentaleinsätzen. Der Aufmacher des Albumss, "All That Lives May Love", bündelt präzise die Idee der drei Wiener. Lebendige, ausdrucksstarke Stimme trifft auf ausgefeilte Studiotechnik, traditionelles Instrumenten-Handwerk verbindet sich mit Programmierungen zu organischen Songs, deren atmosphärische Tiefe weit über den Dancefloor hinaus strahlt. Konsequent und ohne die eigene Seele zu verkaufen findet Aromabar den Weg aus dunklen Triphop-Sphären hin ins klare Licht charmanter Leichtigkeit. Obwohl die früher typische zartbittere Melancholie zugunsten federnder Stimmungen zurücktritt ist "Milk & Honey" weit davon entfernt, plakative Easy Listening-Happyness zu beschwören. Ein pulsierender Bass wirft knackige Slap-Phrasen in den Groove, Rhodes-Piano oder Keyboards zitieren den Funk-Sound von Stevie Wonder & Co., orchestrale oder kammermusikalisch feinsinnige Streicher bilden einen flauschigen Untergrund für Karin Stegers charakteristische Stimme. Sie haucht, flüstert und schwebt elegant, mitunter beinahe ätherisch durch die anheimelnden Harmonien. Im raffiniert arrangierten Refrain von "All That Lives May Love" singt sie hinreißend mit sich selbst: eine Stimme hintergründig entrückt wie aus einer fernen Utopie, die andere direkt und intim wie im heimischen Wohnzimmer. Für manche geheimnisvolle Stimmung sind auch Stegers Texte mit verantwortlich. "Früher habe ich viele altenglische Vorlagen benutzt, mitunter sogar mittelalterliche Lyrik", erzählt die Sängerin, "inzwischen bin ich selbstsicher genug, mich weitgehend auf die eigenen Intuitionen verlassen. Jeder Text hat sehr direkt mit mir zu tun, auch wenn ich nicht in der Ich-Form singe. Sie kreisen meist um Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von Beziehungen und den eigenen Grenzen, die man gerne überwinden würde." Klassischen R&B bringt Gastsänger Leonard Richards auf den Punkt. Seine warm gefärbte, eindringliche Soulstimme verleiht Songs wie "Come Back" Tiefe und Charisma. Mit sprunghaftem Rhythmus, Akustikgitarren-Loop und stilsicheren Keyboardsounds positioniert sich das Stück exakt auf dem Grat zwischen modernen Clubsounds (Drum & Bass, UK Garage alias 2 Step) und zeitlosem Motown-Soul. Eine augenzwinkernde Hommage ist die Bearbeitung von "I Promised Myself", in der Richards das Original Nick Kamen ersetzt. Aromabar kleidet den Achtziger-Jahre-Hit in offensive Künstlichkeit: synkopierte Computerbeats, editierte Streicher und Vokalfragmente und eine Art "Bolero"-Zitat im Finale verraten den Humor der Wiener. Über die Coverversion hinaus stellen sich Bezüge zu alten Zeiten eher unbewusst ein. "Manche Musik, mit der wir aufgewachsen sind, steckt eben noch in uns drin", erklärt Roland Hackl lakonisch. Sehr gezielt dagegen geht der gelernte Pianist zusammen mit der Musikerin und ausgebildeten Toningenieurin Karin Steger im Studio vor. "Unser wichtigstes Ziel ist immer, magische Momente aus den Sessions bis zum fertigen Produkt zu erhalten und sie nicht in wochenlangen Tüfteleien zu zerstören." Trotzdem schimmert in der nuancierten Produktion eine verspielte Liebe zum Detail durch. Von der ersten Komposition bis zu den Mastertapes dauerte es vier Monate, was für die konzentrierte Vorgehensweise des Trios spricht. "Wir haben von jedem Song drei Versionen gemacht, um zu hören, wie es klingen kann", erzählt Roland Hackl, "und uns sehr viel Zeit genommen, um die endgültige Auswahl zu treffen." Und setzt er grinsend dazu: "Damit keiner dazu verführt wird, die Skip-Taste zu drücken." Eine besondere Rolle fällt inzwischen Andreas Kinzl zu. Er nimmt gewissermaßen die Rolle des Produzenten ein, der die Stücke in einen größeren Zusammenhang stellt und den Rahmen absteckt, in dem sich die Band bewegt. Als Co-Komponist wird er in letzter Zeit daher seltener aktiv. "We Use Basic Material" ist so ein Gemeinschaftswerk, das mit offensiver Drum & Bass-Linie und gesprochenen Text-Fragmenten vergleichsweise direkt auf den Dancefloor zugeschnitten ist. Andere Titel schaffen eine individualistische Brücke zwischen Club und heimischem Hörgenuss. Im sparsam instrumentierten "Cupid & Orlando" scheinen verrückt hüpfende Beats und Vocals lustig umeinander zu tänzeln, "2 Perfect Loves" setzt auf brasilianisch-karibischen Swing, ergänzt von einem jamaikanischen Ska-Bläsersatz und Bongo-Patterns. "Im Grunde ist das Album eine Flucht nach vorne", meint Roland Hackl, "wir haben unseren eigenen Stil und unsere Handschrift bewahrt und im Zweifelsfall lieber ein wenig Kitsch zugelassen, um unsere "Message" zu vermitteln. Es geht ja letztlich um mehr als ein paar Phrasen zum Tanzen oder chillen. Wer will nicht zwischendurch mal was zum Nachdenken oder Träumen hören?" Wir unterstützen kein MP3 Download bei Rapidshare oder MegauploadEmpfohlene Themen: Forum Sitemap | House MP3 Usenet | House Klingeltöne | House Radio FAQ | House Radio Sendeplan | Als House Radio Stream Dj bewerben | House Radio Stream Team | Radio Impressum | Chicago | Disco | Deep | Tech | Funky | Latin | Vocal | Electro | French | Acid | Hard | Minimal | Progressive | House Music Story | Chat | Recordshops | Internetradios | Dj List | Lexikon | Clubs | Label List | Radio Shows | Bad Boy Bill | Eric Prydz | Felix da Housecat | Jamani | Kay Topic | Simon Fenax | Steve Angello | Loveparade | Shop | House-Musik.de Dj Team | Radio | Downloads | Kontakt | Impressum | Kreditkarte ohne Schufa | House Mp3 Download | Audio und Hifi | Sensation White | Nature One |
|